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Die Rallye Dakar hat seit Ihrem ersten Start 1978 in Paris einen besonderen Platz im Herzen der Motorsportfans eingenommen. Das Rennen stellte von Anfang an alles bisher Dagewesene in den Schatten: Keine Strecke der Welt war länger und mit so vielen Herausforderungen für Mensch und Maschine gespickt. Dabei entwickelte die Rallye Dakar Ihren besonderen Reiz vor allem durch die abenteuerlichen Routen durch die Wüste und die jährlich wechselnde Streckenführung.

Initiiert vom Franzosen Thierry Sabine, begann die erste Rallye am 26. Dezember 1978 in Paris und endete am 14. Januar 1979 in Dakar. Ab 1980 wurde die Rallye für drei Fahrzeugklassen konzipiert: Autos, Motorräder und  Trucks. Im Laufe der Jahre änderten sich Start- und Zielort sowie die Streckenführung. 2006 beispielsweise führte die Rallye in 15 Etappen von Lissabon nach Dakar. Nach einer Terror-Drohung 2008 fiel der Start ins Wasser. Seitdem wurde die komplette Strecke nach Südamerika verlegt und führt die Teilnehmer heute durch Länder wie Argentinien, Chile oder Peru.

Doch was wäre der Mythos Paris-Dakar ohne die Schlagzeilen, die das Rennen Jahr für Jahr produziert? Etliche Prominente, beispielsweise der monegassische Fürst Albert, nahmen an diesem Spektakel teil, natürlich mit entsprechender Anteilnahme der Weltpresse.  1982 verschwand der Sohn der damaligen britischen Premierministerin Margaret Thatcher, Mark Thatcher, mit seinen Begleitern auf der Strecke. Sie kamen nach einem Unfall von der Strecke ab und wurden erst nach sechs Tagen unverletzt aufgefunden.

Aber die Marathonstrecken rund um den Globus haben seit 1978 auch mehr als 60 Menschenleben gekostet. Dabei waren nicht nur Teilnehmer der Rallye betroffen, sondern auch Unbeteiligte. Doch nicht nur das treibt Kritiker auf die Barrikaden: Auch der Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt ist umstritten und sorgt für kontroverse Diskussionen.

Geschadet hat die Kritik der Rallye Dakar nicht. Im Gegenteil, das Medieninteresse und die Zuschauerzahlen steigen von Jahr zu Jahr und das Rennen kann sich mit Fug und Recht zu den größten Sportereignissen der Welt zählen.