Telefon: 02254 - 60 14 935

Die Route der berühmt- berüchtigten Rallye Dakar führt 9000 Kilometer durch Argentinien, Chile und Peru. Ausgangspunkt ist der Pazifik, die Route endet am Atlantik. Klingt nach einer malerischen Strecke durch abwechslungsreiche Landschaften? Ja, wenn es dabei nicht um ein Rennen für ausgesprochen harte Kerle und ganze Grauen ginge. Die Rallye Dakar gilt nämlich nicht ohne Grund als das härteste Motorsportrennen der Welt.

Hart, härter, Rallye Dakar
Für die Rallye Dakar machten sich 2012 insgesamt 443 Teilnehmer in Mar del Plata bereit, Südamerika zu durchqueren, auf Motorrädern, auf Quads, in Autos und Lastwagen. Nur die Erfolgreichsten unter ihnen kamen auch in Lima an. Das Rennen gilt als die härteste und längste Prüfung im Motorsport. Rasante Schotterstrecken wechseln sich ab mit extremen Wüstenpassagen, dazu müssen die atemberaubend hohen Anden überwunden werden. Gefahren lauern zudem bei jeder Witterung. 2012 musste eine Etappe zwar wegen Schneechaos abgesagt werden. Trotzdem gilt bei der Dakar: Wenn es nur irgendwie möglich ist, ob bei Regen, Sonne oder Schnee, die Teilnehmer kämpfen zur Freude ihrer Fans immer weiter, geben nie auf. Die Dakar zu beenden ist eine Ehre. Auf der Strecke müssen extremste Situationen bewältigt werden und es herrschen Bedingungen, die die Rallye nur für die Härtesten zum Erfolg werden lassen. Genau das macht den Charakter der Dakar Rallye aus.

Marathonrennen
Die Rallye Dakar gilt als echtes Marathonrennen – im Gegensatz beispielsweise zu einer Rallye-Weltmeisterschaft, bei der über den Zeitraum eines langen Wochenendes eine Reihe von kurzen Prüfungen zu absolvieren ist. Ganz anders bei der Rallye Dakar. Hier sind die einzelnen Etappen bis zu über 800 km lang und finden nicht selten auf Wüstenboden in unwirklichen Umgebungen statt. Dazu kommt, dass die Teilnehmer, bis auf einen einzigen Ruhetag in der Mitte des Rennens, jeden Tag fahren müssen. Das wirkt sich besonders für Privatiers, für die die Teilnahme an der Rallye ohnehin immer unerschwinglicher wird, erschwerend aus. Nach Bewältigung der Etappen innerhalb einer vorgegeben Zeitspanne müssen sie ihr Fahrzeug selbst reparieren und alle nötigen Auswechslungen vornehmen. Erreichen Teilnehmer ihr Ziel erst nachts, müssen sie ihre Erholungszeit und Service reduzieren. Wer sich also nicht auf die Unterstützung eines Werks- oder Mechaniker-Teams verlassen kann, hat also bei der Rallye Dakar schlechte Karten. Bei diesen Bedingungen ist es nicht verwunderlich, dass die Ausfallquote bei Autos und Motorrädern bei weit über fünfzig Prozent liegt.

Die Bedingungen der Rallye Dakar waren 2012 so hart wie nie zuvor. Da die Strecke diesmal durch Peru führte, gab es noch mehr Sandanteile. Etappen, die durch Geröllwüsten, Flusslandschaften, Sanddünen und Treibsand führen, machen die Rallye gemeinsam mit den harten Rahmenbedingungen zum anspruchsvollsten Motorsportrennen der Welt.