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Es ist die härteste Rallye der Welt. Sie muss perfekt vorbereitet und organisiert sein - und dennoch steckt die Rallye Dakar, die härteste ihrer Art und das letzte große Abenteuer auf der Welt, voller Kuriositäten. Es sind durchaus nicht nur sogenannte normale technische Defekte, die dafür gesorgt haben, dass zuletzt von 407 gestarteten Teams nur 232 im Ziel ankamen.

Beispielsweise kringelte sich die Konkurrenz über Guerlain Chicherit, den Piloten des Mini Countryman. Er schaffte es, seinen Wagen ausgerechnet an einem Ruhetag grandios und endgültig zu verschrotten. Bei einem Standardtest schaffte er einen mehrfachen Rittberger und bracht seinen Chef in die Nähe eines Herzinfarkts. Dieser, Sven Quandt, hatte von Anfang an immer wieder betont, dass das Wichtigste für sein Team die Zielankunft sei. Stundenlang hatte man am Fahrzeug geschraubt und gezupft, jetzt sollten die Veränderungen abschließend noch auf das Gefühl des Fahrers übertragen werden. Das ging gründlich schief, die Feinabstimmung übersah einen größeren Erdhügel, das Fahrzeug überschlug sich mehrfach. Übrig blieb nur ein desolater Sicherheitskäfig des Rallyewagens, der dem Fahrer immerhin das Leben gerettet haben dürfte. 

Auch das Team von Hummer hat sich erfolgreich bemüht, nicht mit einer normalen Panne auszuscheiden. Das erste Fahrzeug des Teams wurde bei einer Wertungsprüfung auf einer Verbindungsetappe disqualifiziert, eine defekte Radaufhängung wurde nicht rechtzeitig repariert. Der zweite Teamwagen hatte zwar das notwendige Ersatzteil dabei, fuhr aber am Pannenfahrzeug locker und zügig vorbei. Dabei war der Pannen-Hummer kaum zu übersehen. Ob der Fahrer dabei noch gehupt und gewunken hat, ist nicht bekannt.

Auch bei VW konnte man keineswegs davon reden, dass alles im grünen Bereich sei. Bereits auf dem zweiten Teilstück zeigte der Fahrer des Race Touareg spezielle Fahrkünste, die am Fahrzeug ein verbeultes Dach und eine zersplitterte Windschutzscheibe hinterließen. Zum Glück kam zufällig ein mit einer Machete bewaffneter Zuschauer des Weges. Damit entfernte der amerikanische Fahrer die kaputte Scheibe und jagte weiter –durch Schlamm und Sand dem Ziel entgegen. Entsprechend verdreckt kamen Fahrzeug und Fahrer am Ziel an, zu erkennen war keiner mehr von beiden. 

Wie viele Kilometer schaffen Sie mit Ihrem Pkw, bevor Sie einen Reservereifen benötigen? Stéphane Peterhansel vom X-Raid-Team benötigte vier auf 100 Kilometer, hatte aber nur drei Ersatzreifen dabei. Das ist dann natürlich schwierig. Bis der Partner mit der Druckluftflasche auftauchte, war alles zu spät.