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Die Rallye Dakar ist nicht nur ein viel beachtetes Motorsportereignis und Paradies für Abenteuerlustige. Die Rallye ist auch seit Beginn ihres Bestehens immer wieder Gegenstand von Kontroversen gewesen. Dabei richtet sich die Kritik in erster Linie an die unzureichenden Sicherheitsbedingungen. Gleichzeitig wird der Rallye Dakar ein Mangel an Respekt gegenüber der Natur und den austragenden Ländern vorgeworfen.

60 Tote in 34 Jahren
Die öffentliche Kritik gegenüber der Rallye Dakar richtet sich gegen die unzureichenden Sicherheitsmaßnahmen. Seit ihrem Bestehen sind bereits 60 Todesopfer zu beklagen. In erster Linie handelt es sich bei den Opfern um teilnehmende Fahrer, insbesondere Motorradfahrer. Allerdings sind auch schon Zuschauer - dabei auch Kinder - bei der Rallye Dakar ums Leben gekommen. Kritiker verweisen darauf, dass die Möglichkeit der Teilnahme an der Rallye nicht durch die Fahrtüchtigkeit der Rennfahrer reguliert wird, sondern durch deren Kontostand. So ist es möglich, dass auch Amateure an der Rallye Dakar teilnehmen können. Insbesondere die Selbstüberschätzung der Piloten wird häufig als eigentliche Ursache für Unfälle mit Todesfolge angeführt. Darüber hinaus wird bemängelt, dass die Sicherheitsvorkehrungen bei der Rallye Dakar zu niedrig angesetzt sind. Die Zuschauer werden teilweise zu häufig in Gefahr gebracht. Auch die bestehenden Sicherheitsregeln werden häufig von den Teilnehmern ohne Konsequenzen gebrochen. So besteht in Ortschaften eigentlich ein Tempolimit. Dieses wird bisweilen jedoch nur von wenigen Rennfahrern eingehalten.

Politische Kontroversen
Auch in politischer Hinsicht wird die Rallye Dakar argwöhnisch betrachtet. Zwar haben die Nationen, durch die die Rallye führt, die Möglichkeit, sich zu präsentieren - dies gilt aber auch für Länder, in der Menschenrechtsverletzungen gang und gäbe sind. Kritiker erwarten deshalb von der Rallye Dakar und ihren Teilnehmern, sich auch mit den herrschenden sozialen und politischen Bedingungen in den jeweiligen Ländern auseinanderzusetzen. 

Ökologische Bedenken
Auch Umweltschützer betrachten die Rallye Dakar mit einem kritischen Blick. Nach deren Ansicht zerstört das Autorennen schützenswerte Naturlandschaften, da die Teilnehmer querfeldein durch die Wüste fahren. Rücksicht auf Flora und Fauna wird bei der Jagd nach der Bestzeit keine genommen. Umweltaktivisten weisen alljährlich auf die Konsequenzen des unkontrollierten Rennvergnügens hin. 
Aus den genannten Gründen kommen jedes Jahr immer wieder Stimmen auf, die Rallye Dakar ein für alle Mal abzuschaffen.